AGBs

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen

1.      Allgemein
 
Frank Rüdiger Henning ist amtlich zugelassener Versteigerer gemäß § 34 b
Abs. 1 Gewerbeordnung (GewO) und Veranstalter der Auktion.
Die Pferde werden von diesem im Namen und für Rechnung des Kommittenten (Ausstellers) verkauft
(Kommissionsgeschäft), somit ist der Veranstalter nur Vermittler.
 

2.      Art der Auktion
 
Die Auktion findet im Sinne einer öffentlichen Versteigerung statt, bei der Pferde als gebrauchte Sachen im Rechtssinne
verkauft werden. Die Vorschriften des Verbrauchsgüterkaufes (§ 474 ff. BGB) finden keine Anwendung.
 

3.      Beschaffenheit der Pferde
 
3. 1.     Beschreibung
Die zum Verkauf gestellten Pferde werden wie besichtigt verkauft und weisen zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs die
Beschaffenheitsmerkmale auf, welche im Auktionskatalog beschrieben sind (Alter, Geschlecht, Farbe, Abstammung).
Allein diese sind Gegenstand des Erfüllungsanspruches des Käufers.
Der Auktionskatalog gibt zudem diverse Kurzkommentare wieder. Diese geben lediglich einen Ersteindruck wieder, ohne
das der Kommissionär oder der Kommittent damit eine Zusage besonderer Fähigkeiten abgibt.
Außerhalb von vereinbarten Beschaffenheitsmerkmalen haften der Veranstalter und der Aussteller nicht. Insoweit werden die Pferde verkauft wie besichtigt unter Ausschluss jeglicher Sachmängelhaftung.
Bei sehr erheblichen Abweichungen von der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit des Pferdes zum Zeitpunkt des
Gefahrenüberganges haftet der Kommittent auf Rücknahme des Pferdes und Rückzahlung des Kaufpreises.
 
3. 2.     Gesundheitsstatus
Die zum Verkauf gestellten Pferde wurden vor der Anlieferung zur Auktion klinisch untersucht. Hierüber wurde jeweils ein Protokoll erstellt. Die Ergebnisse der Untersuchungen der ausführenden Tierärzte, die Befunderhe­bungen und Bewertungen sind deren eigenständige Leistungen.
Sie sind nicht Erfüllungsgehilfen des Veranstalters.
Das Protokoll der Ankaufsuntersuchung stehen allen Kaufinteressenten, deren Bevollmächtigten und Tierärzten zur eigenverantwortlichen Kenntnisnahme, Auswertung und Überprüfung zur Verfügung.
Der Veranstalter haftet nicht für den Gesundheitszustand der Pferde, insbesondere nicht für die Richtigkeit der Befunderhebungen und den anhängigen Bewertungen.
 

4.      Ablauf der Veranstaltung
 
4.1.      Vorstellung der Pferde
Die zur Versteigerung kommenden Pferde werden während der Auktion im Auktionsring präsentiert.
Die Reihenfolge der einzelnen Auktionspferde bleibt der Auktionsleitung vorbehalten.
 
4.2.      Versteigerung
Das Ausbieten der Pferde erfolgt in Euro.
Der Startpreis bei Pferden ab Geburtsjahr 2008 liegt bei € 6.000,00.
Bei Fohlen liegt der Startpreis bei € 2.500,00.
Es werden nur Mehrgebote von mindestens € 100,00 angenommen.
 
4.3.      Unterzeichnung Kaufzettel
Der betreffende Kaufzettel ist als schriftliche Bestätigung seines Kaufes vom Käufer unmittelbar nach dem Zuschlag zu unterzeichnen.
Falls Zweifel über die Gültigkeit des Zuschlages entstehen, müssen diese sofort geltend gemacht werden.
In diesem Fall kann das Angebot wieder aufgenommen und fortgesetzt werden.
Die Anmeldung von Zweifeln über die Gültigkeit des Zuschlags ist auch dann zulässig, wenn der Kaufzettel bereits unterschrieben ist, muss jedoch spätestens bis zum endgültigen Zuschlag des letzten Pferdes der Auktion erfolgen.
Zweifel über die Gültigkeit des Zuschlages können nur der Bieter des betreffenden Pferdes oder der Auktionator erheben.
Unterzeichnet der Käufer den Kaufzettel nicht oder gibt der während der Auktion zu erkennen, dass er das Pferd nicht abnimmt, kann das Pferd nach Ermessen des Auktionators noch einmal versteigert werden.
Der erste Käufer haftet dem Aussteller des Pferdes für einen etwaigen Mindererlös.
 

5.      Abrechnung
 
5.1.      Zahlungsarten
Die Bezahlung eines ersteigerten Pferdes, ist sofort nach Zuschlag fällig. Diese erfolgt im Auktionsbüro.
Die Bezahlung kann in bar oder per bankbestätigtem Scheck erfolgen.
Kosten und Zinsen, die durch die Einlösung eines Schecks entstehen, trägt der Käufer.
 
5.2.      Abrechnungsbetrag
Der Abrechnungsbetrag für den Käufer kalkuliert sich wie folgt:
Beispielrechnung
 
Zuschlagspreis z.B.     €  8.000,00
 
Käuferkommission 6  % vom Zuschlagspreis     €     480,00
 
 zuzüglich 19 % Mwst.                                       €        91,20
   
 gesamt                                                             €      571,20
 
Abrechnungsbetrag                                           €   8.571,20
 
 
5.3.      Mehrwersteuer
Im Auktionskatalog ist der zum Tragen kommende Mehrwertsteuersatz zum betreffenden Pferd ausgewiesen.
Der Zuschlagspreis für ein Pferd versteht sich immer brutto bzw. inklusive einer situativ enthaltenen Mehrwertsteuer.
 
Je nach steuerlicher Situation des Ausstellers  kann die im Zuschlagspreis  enthaltene Mehrwertsteuer  entweder 
0% (Privatperson) , 10,7% (pauschalierender Landwirt) oder 19%  (gewerblicher Pferdezüchter) betragen.
Sie wird auf der Rechnung entsprechend ausgewiesen.
Die Käuferkommission hingegen ist eine  Leistung des Veranstalters. Sie berechnet sich
auf den Zuschlagspreis und wird immer mit 19% Mehrwertsteuer belegt
(siehe auch Beispielrechnung – Punkt 5.2.).
 
5.4.      Eigentumsvorbehalt
Der Verkauf erfolgt gemäß § 449 BGB unter Eigentumsvorbehalt, sodass der Aussteller bis zur vollständigen Zahlung des Kaufpreises der Eigentümer des Tieres bleibt.
 

6.      Abnahme und Gefahrenübergang
 
6.1.      Gefahrenübergang u. Abnahme
Mit dem Zuschlag, der auch die Besitzübergabe ersetzt, geht die Gefahr auf den Käufer über, auch wenn das Pferd zunächst noch im Gewahr­sam des Ausstellers verbleibt.
Dies gilt auch, wenn der Aussteller zunächst Vorbehaltseigentümer bleibt.
Der Zeitpunkt des Gefahrenüberganges auf den Käufer ist der Moment des Zuschlages.
Der Veranstalter ist ausdrücklich und allein berechtigt, den Kaufpreis vom Käufer entgegen zu nehmen.
Das Pferd muss vom Käufer am Auktionstag abgenommen sein.
Andernfalls steht es auf Kosten des Käufers.
Der genaue Ablauf der Auslieferung wird nach der Bezahlung durch den Käufer unter der Vermittlung des Veranstalters zwischen dem Aussteller und dem Käufer abgestimmt.
 
6.2.      Auslieferung nach der Veranstaltung
Sollte das Pferd, aus beim Käufer liegenden organisatorischen Gründen, am Auktionstag nicht abgeholt werden können, wird unter Vermittlung des Veranstalters ein alternativer Auslieferungstermin zwischen Käufer und Aussteller vereinbart. Die Verpflichtung des Käufers zur Bezahlung am Auktionstag bleibt davon unberührt. Ebenso davon unberührt bleibt die Tatsache, dass der Gefahrenübergang mit dem Zuschlag auf den Käufer übergeht.
Der Aussteller wird in diesem Fall das Pferd wieder kostenfrei in seinen Stall transportieren und es dann zum vereinbarten Zeitpunkt selbst an den Käufer ausliefern. Das Pferd ist in diesem Fall vom Käufer beim Aussteller abzuholen. Hierfür besteht eine erweiterte Abnahmefrist von 5 Tagen. Eventuelle Anschlussvereinbarungen sind den beiden Parteien freigestellt. Das Pferd steht in dieser Zeit auf Rechnung des Käufers beim Aussteller.
Der Tagessatz für die Pferdebox im Stall des Ausstellers beträgt in diesem Fall € 15,00 und ist vom Käufer direkt an den Aussteller zu zahlen.
 

7.      Sonstiges
 
7.1.      Gewährleistung und Haftung
Im Falle von Gewährleistungsansprüchen eines Käufers sind diese zunächst dem Veranstalter bekannt zu geben.
Dieser wird den Aussteller / Verkäufer darüber informieren.
Da der Veranstalter nur Vermittler ist, haftet hier der Austeller hier im Rahmen gesetzlicher Regelungen.
Sämtliche Ansprüche aus Mängelhaftung verjähren bei Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB innerhalb von einem Jahr nach Gefahrenübergang.
Bei Verkäufen an Käufer die nicht Verbraucher im Sinne des Gesetzes sind verjähren alle Ansprüche auf Sachmängelhaftung nach 8 Wochen nach Gefahrenübergang.
 
7.2.      Schadensersatz
Alle Ansprüche auf Schadensersatz werden begrenzt auf die nachfolgend abschließend aufgeführten Ansprüche: Transportkosten vom Auktionsstall zum Käuferstall innerhalb Deutschlands, übliche Stall- und Futterkosten, die Kosten der tierärztlichen Untersuchung und Schmiedekosten sowie notwendige Kosten für die tierärztliche Versorgung.
 
7.3.      Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Regelungen oder Teile derselben unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Regelungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Regelung soll eine Regelung gelten, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Regelung am näch­sten kommt.